Architektur und Experiment; die ....Architekturklassen der Salzburger Sommerakademie, 1953-2012, Transformation vom Atelier zum Labor?

Kontakt: Oliver Schürer

schuerer@a-theory.tuwien.ac.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.. Contact: Oliver Schürer

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Das Architekturarchiv der traditionsreichen Internationalen Sommerakademie Salzburg wird in einem Forschungsprojekt aufgearbeitet werden. In diesem Archiv finden sich Protagonisten und Projekte aus 60 Jahren Architekturgeschehen. Darin zeichnet sich die Entwicklung der österreichischen Architektur genauso wie ihre internationalen Verflechtungen ab.

Als Teil des Projektes wird in Diplomarbeiten oder Dissertationen wichtigen Fragen und Aspekten nachgegangen. Angesprochen sind Studierende aus Geschichte, Kunstgeschichte, Soziologie und Architektur. Weiter unten findet sich eine offene Auflistung der Themen für dieses Projekt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Oliver Schürer schuerer@a-theory.tuwien.ac.at.

Die Internationale Sommerakademie Salzburg für bildende Kunst ist eine jährlich im Sommer stattfindende mehrwöchige Ausbildung, an der jeweils etwa 350 Studierende teilnehmen. Sie wurde im Jahr 1953 von Oskar Kokoschka und Friedrich Welz als „Schule des Sehens“ gegründet. Der Gedanke dahinter war, ein Gegenmodell zum traditionellen Akademiebetrieb zu etablieren. Es sollte ein spontaner, experimenteller Umgang mit den Künsten und ihren Techniken möglich sein, dem in offenen Klassen der größtmögliche Freiraum gegeben wird. Studenten und renommierte Dozenten und Kuratoren aus der ganzen Welt ermöglichen einen inspirierenden Austausch zeitgenössischer Kunstideen und eine hohe Produktivität.

Die Klassen werden in den Bereichen Architektur, Bildhauerei, Bühnengestaltung, Design, Druckgrafik, Fotografie, Gartengestaltung, Grafik, Installation, Malerei, performative Kunst, Schmiedekunst, Schmuck, Skulptur, Steinbildhauerei, Video und Film, sowie Zeichnung gehalten. Jede Klasse beendet ihren Kurs mit einer Ausstellung. In den Kursen mit ihren theoretischen Seminare ist es Ziel die Teilnehmer verschiedener Klassen in Diskussionen, Künstlergesprächen und Vorträgen miteinander zu vernetzen, um voneinander zu lernen und individuelle künstlerische Entwicklungsprozesse zu fördern. Nicht umsonst sind die meisten österreichischen Architekten, die sich hierzulande einen Namen gemacht und im internationalen Diskurs positioniert haben, ehemalige Schüler oder Lehrende der Sommerakademie.

Themen:

  • Die zeitgenössischen Lage in der Architektur und im Diskurs, die Institution der Salzburger Sommerakademie und das Experiment in der Architektur.
  • Oskar Kokoschkas Gründungsideen, untersuchender Vergleich der Anliegen bildender Kunst und Architektur in der Nachkriegszeit auf österreichischer Ebene und international.
  • Gründungsphase, die Ära der Schweizer Architekten an der Sommerakademie, ihre architektonischen Haltungen im Rahmen der Nachkriegsarchitektur als die erste Prägung der Sommerakademie Architkturklassen.
  • Gliederung nach Generationen und nach Epochen, des Verlaufs der Klassen (und ihre berühmten Vertreter), deren Haltung, Denken und Prägung:

    z.B. Wachsmann, Otto, Isozaki.
    Bakema, Candilis.
    Hoffmann, Steiner.
    Holzmeister, Holzbauer, Kurrent, Rainer.
    Achleitner, Gsteu.
    Hollein, Kelp, Abraham, Peichl, Ordner, Coop Himmelblau.
    Sejima und Nishizawa.

 

  • Welche Themen wurden in den einzelnen Architekturklassen bearbeitet und wie stehen sie mit internationalen Diskussionen in Zusammenhang? In welchen Zusammenhängen stehen sie zu Hintergründen und Wertschemata, wie z. B. die architektonischen Raumkonzepte? Gibt es Zusammenhänge mit der Entwicklung von Architektur als kulturelle Sphäre?
  • Der Einfluss der Sommerakademie auf die Österreichische Architektur (Warum waren alle österreichischen Größen an der Sommerakademie?), auch hinsichtlich seiner Funktion als Motor der Internationalität und Internationalisierung.
  • Die Organisationsformen von Architekturateliers, Fragen zu Spezialisierung vs. Generalismus, Expertentum vs. Teamwork.
  • Die Werkzeuge des Entwerfen: Informationstechnologie und Neue Medien als Entwurfsmittel. Das Experiment als didaktischer Prozess, Methodiken des Experiments.
  • Die Aufgabenstellungen und ihr Wandel: Was ist Architekturdidaktik, was eine Architekturaufgabe und wie erlernt man Architektur?
  • Die Wirkungsgeschichte der Internationalen Sommerakademie Salzburg und wie wurden die Klassen der Sommerakademie in den Jahrzehnten rezipiert?
  • Die Sommerakademie als Netzwerkbildende Institution.
  • Die Sommerakademie und die Stadt Salzburg: lokale Salzburger Kultur- und Baupolitik hinsichtlich ihrer Probleme je ein Sommerakademie Projekt zu realisieren und deren Bezug zur nationalen und internationalen Architektur.
  • Die Japaner an der Sommerakademie: Arata Isozaki, Shuhei Endo, SANAA, Itsuko Hasegawa, Yui und Takaharu Tezuka, Hitoshi Abe, Momoyo Kaijima.
  • Die Schnittstellen und Überlappungen von Projekten der Architektur und der bildenden Kunst.

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ARCHITEKTUR UND EXPERIMENT; DIE ARCHITEKTURKLASSEN DER SALZBURGER SOMMERAKADEMIE, 1953-2012, TRANSFORMATION VOM ATELIER ZUM LABOR?

Das Architekturarchiv der traditionsreichen Internationalen Sommerakademie Salzburg wird in einem Forschungsprojekt aufgearbeitet werden. In diesem Archiv finden sich Protagonisten und Projekte aus 60 Jahren Architekturgeschehen. Darin zeichnet sich die Entwicklung der österreichischen Architektur genauso wie ihre internationalen Verflechtungen ab.

Als Teil des Projektes wird in Diplomarbeiten oder Dissertationen wichtigen Fragen und Aspekten nachgegangen. Angesprochen sind Studierende aus Geschichte, Kunstgeschichte, Soziologie und Architektur. Weiter unten findet sich eine offene Auflistung der Themen für dieses Projekt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Oliver Schürer schuerer@a-theory.tuwien.ac.at.

Die Internationale Sommerakademie Salzburg für bildende Kunst ist eine jährlich im Sommer stattfindende mehrwöchige Ausbildung, an der jeweils etwa 350 Studierende teilnehmen. Sie wurde im Jahr 1953 von Oskar Kokoschka und Friedrich Welz als „Schule des Sehens“ gegründet. Der Gedanke dahinter war, ein Gegenmodell zum traditionellen Akademiebetrieb zu etablieren. Es sollte ein spontaner, experimenteller Umgang mit den Künsten und ihren Techniken möglich sein, dem in offenen Klassen der größtmögliche Freiraum gegeben wird. Studenten und renommierte Dozenten und Kuratoren aus der ganzen Welt ermöglichen einen inspirierenden Austausch zeitgenössischer Kunstideen und eine hohe Produktivität.

Die Klassen werden in den Bereichen Architektur, Bildhauerei, Bühnengestaltung, Design, Druckgrafik, Fotografie, Gartengestaltung, Grafik, Installation, Malerei, performative Kunst, Schmiedekunst, Schmuck, Skulptur, Steinbildhauerei, Video und Film, sowie Zeichnung gehalten. Jede Klasse beendet ihren Kurs mit einer Ausstellung. In den Kursen mit ihren theoretischen Seminare ist es Ziel die Teilnehmer verschiedener Klassen in Diskussionen, Künstlergesprächen und Vorträgen miteinander zu vernetzen, um voneinander zu lernen und individuelle künstlerische Entwicklungsprozesse zu fördern. Nicht umsonst sind die meisten österreichischen Architekten, die sich hierzulande einen Namen gemacht und im internationalen Diskurs positioniert haben, ehemalige Schüler oder Lehrende der Sommerakademie.

Themen:

  • Die zeitgenössischen Lage in der Architektur und im Diskurs, die Institution der Salzburger Sommerakademie und das Experiment in der Architektur.
  • Oskar Kokoschkas Gründungsideen, untersuchender Vergleich der Anliegen bildender Kunst und Architektur in der Nachkriegszeit auf österreichischer Ebene und international.
  • Gründungsphase, die Ära der Schweizer Architekten an der Sommerakademie, ihre architektonischen Haltungen im Rahmen der Nachkriegsarchitektur als die erste Prägung der Sommerakademie Architkturklassen.
  • Gliederung nach Generationen und nach Epochen, des Verlaufs der Klassen (und ihre berühmten Vertreter), deren Haltung, Denken und Prägung:
     
  • z.B. Wachsmann, Otto, Isozaki.
    Bakema, Candilis.
    Hoffmann, Steiner.
    Holzmeister, Holzbauer, Kurrent, Rainer.
    Achleitner, Gsteu.
    Hollein, Kelp, Abraham, Peichl, Ordner, Coop Himmelblau.
    Sejima und Nishizawa.
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  • Welche Themen wurden in den einzelnen Architekturklassen bearbeitet und wie stehen sie mit internationalen Diskussionen in Zusammenhang? In welchen Zusammenhängen stehen sie zu Hintergründen und Wertschemata, wie z. B. die architektonischen Raumkonzepte? Gibt es Zusammenhänge mit der Entwicklung von Architektur als kulturelle Sphäre?
  • Der Einfluss der Sommerakademie auf die Österreichische Architektur (Warum waren alle österreichischen Größen an der Sommerakademie?), auch hinsichtlich seiner Funktion als Motor der Internationalität und Internationalisierung.
  • Die Organisationsformen von Architekturateliers, Fragen zu Spezialisierung vs. Generalismus, Expertentum vs. Teamwork.
  • Die Werkzeuge des Entwerfen: Informationstechnologie und Neue Medien als Entwurfsmittel. Das Experiment als didaktischer Prozess, Methodiken des Experiments.
  • Die Aufgabenstellungen und ihr Wandel: Was ist Architekturdidaktik, was eine Architekturaufgabe und wie erlernt man Architektur?
  • Die Wirkungsgeschichte der Internationalen Sommerakademie Salzburg und wie wurden die Klassen der Sommerakademie in den Jahrzehnten rezipiert?
  • Die Sommerakademie als Netzwerkbildende Institution.
  • Die Sommerakademie und die Stadt Salzburg: lokale Salzburger Kultur- und Baupolitik hinsichtlich ihrer Probleme je ein Sommerakademie Projekt zu realisieren und deren Bezug zur nationalen und internationalen Architektur.
  • Die Japaner an der Sommerakademie: Arata Isozaki, Shuhei Endo, SANAA, Itsuko Hasegawa, Yui und Takaharu Tezuka, Hitoshi Abe, Momoyo Kaijima.
  • Die Schnittstellen und Überlappungen von Projekten der Architektur und der bildenden Kunst. ....